Wie kommst du an Daten über deine Konkurrenz?
Deine Konkurrenz das unbekannte Wesen? Viele Gründende drücken sich vor einer ausführlichen Konkurrenzanalyse, weil das sehr viel Arbeit ist. Dabei ist sie so wichtig und in Zeiten des Internets auch nicht mehr so schwierig. Deine Konkurrenzunternehmen wollen auch Kunden gewinnen und veröffentlichen daher viele Informationen im Netz. Und zum Teil sind sie zur Veröffentlichung bestimmter Daten verpflichtet, zum Beispiel bei Kapitalgesellschaften (GmbH).
Informationen zur Konkurrenz
Um Informationen über deine Konkurrenz zu sammeln, stehen dir unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung:
- Internetseiten
- Broschüren / Flyer
- Bewertungen im Internet
- Abfrage über den Bundesanzeiger (GmbH)
- Abfragen über KI-Tools
- Testkäufe
- Messebesuche
- Befragung von Experten
Natürlich können auch die bereits genannten KI-Tools sinnvoll sein, um sich einen Überblick zu verschaffen. Hat man früher die Gelben Seiten nach den Einträgen einer Branche am Standort durchsucht, würde man heute einen KI-Chatbot darauf ansetzen.
Aber es geht nicht nur um die Sammlung von Informationen, sondern auch um deren Auswertung. Denn du willst nicht nur wissen, was deine Konkurrenz macht, sondern auch worin sie gut ist oder schlecht, welche Geschäftsfelder nicht abgedeckt werden (Nischen) und was dich von deinen Konkurrenten unterscheidet.
Wie arbeitest du die Daten deiner Konkurrenz auf?
Es hat sich bewährt eine (Excel-) Tabelle anzulegen, die Konkurrenten aufzulisten (Spalten) und alle Informationen zu den Konkurrenten in den Zeilen nebeneinander zu erfassen. Informationen können sein:
- Adresse
- Webseite
- Umsatz
- Gewinn
- Mitarbeiterzahl
- Produkte
- Dienstleistungen
- Patente / Besonderheiten
- Stärken
- Schwächen
- …
Je nach Branche fällt diese Liste länger oder kürzer aus. Nicht immer wird man alle genannten Informationen wirklich herausfinden können. Vielleicht ist das auch nicht immer notwendig. Es hilft aber die Konkurrenten zu identifizieren, die aufgrund ihrer langen Marktzugehörigkeit oder einer Konzernzugehörigkeit in einer anderen Liga spielen, und diejenigen, die mit dem eigenen Unternehmen eher gleich auf liegen.
Die Frage ist auch immer, was du von deinen Konkurrenten lernen kannst:
Was macht deine Konkurrenz besser oder schlechter als du?
Wer ist der Klassenprimus, von dem man abschauen kann?
Nach dem Motto; „Jeder ist zu etwas gut! Er kann immer noch als abschreckendes Beispiel dienen!“, sind es vielleicht auch die Fehler der anderen, aus denen du für dein eigenes Unternehmen lernen kannst.
Am Ende der Konkurrenzanalyse solltest du nicht nur in der Lage sein, ein realistisches Bild deiner Konkurrenz zu zeichnen, sondern auch zu sagen, was dich von deiner Konkurrenz unterscheidet und einzigartig macht (Alleinstellungsmerkmale).
Was sollte davon in den Businessplan?
In den Businessplan gehört immer nur eine Zusammenfassung der Erkenntnisse. Ausführliche Angaben zu deiner Konkurrenz, zum Beispiel die von dir erstellte Excel-Übersicht, gehören grundsätzlich in den Anhang deines Businessplans.
In jedem Fall solltest du herausarbeiten, welche Vor- oder Nachteile deine Konkurrenzunternehmen bieten, wo du dich positionierst und dich von deinen Mittbewerbern abgrenzt. Das ist für dich wichtig, weil es deine Unternehmensstrategie beeinflusst, aber besonders die Geldgeber achten auf diesen Punkt.
Viele der gewonnenen Erkenntnisse kannst du auch unter der Überschrift „Chancen und Risiken“ am Ende deines Businessplans verwenden. Dazu veröffentlichen wir aber in Kürze einen eigenen Blogbeitrag.