Kunden sind das Maß aller Dinge!
Deine Kunden sind nicht das Maß aller Dinge, weil der „Kunde König ist“!
Dein Angebot, egal ob Produkt oder Dienstleistung, muss relevante Probleme des Kunden lösen oder elementare Bedürfnisse befriedigen. Welche das sind, bekommst du nur heraus, wenn du nah am Kunden bist und sehr viel mit ihm sprichst, die Resonanz auf Prototypen testest, Kunden in Entwicklungsprozesse mit einbindest, … Dazu musst du dich aber raus trauen und frühzeitig ins Gespräch mit Kunden gehen.
Dies ist im Prinzip auch die Fähigkeit, die den deutschen Mittelstand so stark gemacht hat. Das Ohr nah am Kunden zu haben und flexibel auf seine Bedürfnisse zu reagieren.
Wie sagte Steve Blank, Serial-Entrepreneur aus dem Silicon Valley, so schön: „Es gibt keine Wahrheit im Gebäude, also geht gefälligst raus und sprecht mit Kunden!“. Es wird zu viel geglaubt, was Kunden angeblich wollen, statt es genau zu wissen.
Wo ist dein Plan B?
Gehörst du auch zu den Gründenden, die nur einen Plan haben? Dann wird es dich überraschen, dass bei einer Erhebung nach der Gründung rund zwei Drittel der Gründenden angab, dass sie (inzwischen) eine andere Idee verfolgen als die ursprüngliche Gründungsidee.
Das ist in mehrfacher Hinsicht eine beachtenswerte Nachricht. Offensichtlich kommt es häufiger vor, dass es „anders kommt als gedacht“. Junge Unternehmen sind aber in der Lage darauf zu reagieren und sich bzw. ihre Angebote dem Markt und den Kundenwünschen anzupassen.
Unterstütz werden kann diese Fähigkeit dadurch, dass du von Anfang an in Szenarien mit unterschiedlichen Angeboten und vielleicht auch Kundengruppen planst. Je besser du die Bedürfnisse deiner Kunden schon im Vorfeld kennst (siehe oben), umso unwahrscheinlicher wird es, dass du Anpassungen vornehmen musst.
Einzelkämpfer haben es schwer!
Wenn du alleine gründest, musst du dich mit allen Dingen auseinandersetzen, die zur Führung deines Unternehmens notwendig sind: Recht, Steuern, Marketing, Vertrieb, Personal, Produktionsplanung, … Du kannst dir Aufgaben nicht mit Mitgründern teilen. Der Vorteil: du kannst in diese Aufgaben hineinwachsen und wirst im Laufe der Zeit zur Unternehmerin bzw. zum Unternehmer.
Es kann aber helfen, bestimmte Aufgaben an Experten auszulagern, an einen Steuerberater, der die Buchführung übernimmt, oder einen Logistiker, der Lagerhaltung und Versand koordiniert.
Oder du suchst dir von Anfang an eine Mitgründerin bzw. ein Mitgründer, mit ergänzenden Fähigkeiten, mit dem du dir die Aufgaben teilen kannst.
In jedem Fall gibt es viele kostenlose Unterstützungsangebote von Wirtschaftsförderungen, Kammern und anderen Organisationen, die dich auf dem Weg ins Unternehmertum begleiten. Nutze diese Gelegenheit und Netzwerke, um deine Ideen mit anderen zu besprechen und in der Diskussion reifen zu lassen.