Diese Definition geht davon aus, dass man schon eine Idee hat. Aber, wenn du zunächst nur den Wunsch hast, dich selbständig zu machen, dann geht es zunächst einmal darum, die passende Idee zu entwickeln bzw. zu finden.
Der zweifache Nobelpreisträger Dr. Linus Pauling hat es so formuliert: „Der beste Weg eine gute Idee zu haben ist es, viele Ideen zu haben!“.
Welche Strategie verhilft dir zu deiner Geschäftsidee?
Technologie
Du hast eine geniale technologische Idee, die sich vielleicht sogar in ein Patent oder Gebrauchsmuster umwandeln und dadurch schützen lässt. Viele bahnbrechende Ideen sind aus der Forschung heraus entstanden und haben sich dann zu Anwendungen und konkreten Produkten und Dienstleistungen weiterentwickelt. Die Herren Watt (Dampfmaschine) und Edison (Glühbirne) stehen für diese Strategie.
Vorteil dieser Strategie: es gibt etwas Unverwechselbares mit eindeutigem Alleinstellungsmerkmal. Nachteil: es dauert bisweilen sehr lang, um das konkrete Produkt zu entwickeln und am Markt bzw. bei Kunden einzuführen.
Kundenbedürfnis
Vielleicht gehörst du auch zu den Gründenden, deren Geschäftsidee aus einem „Ärgernis“ entsteht. Nämlich dem Ärger, dass etwas nicht funktioniert oder dass es ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung einfach nicht gibt. Viele Gründer-Stories verlaufen so. Die Idee von Zappos, Schuhe einfach online bestellen zu können, gehört in diese Kategorie.
Vorteile dieser Strategie: da der Ausgangspunkt Kundenwünsche sind, ist die Akzeptanz der Geschäftsidee bei (potenziellen) Zielgruppen von sich aus hoch. Kunden lassen sich mit dem richtigen Storytelling gut erreichen und überzeugen. Nachteil: Ob die Geschäftsidee auch wirtschaftlich trägt, also ob Kunden auch Geld dafür bezahlen, erfordert entsprechende Tests.
Innovative Geschäftsmodelle
Manchmal ist nicht das Produkt oder die Dienstleistung Grundlage für eine Geschäftsidee, sondern ein innovatives Geschäftsmodell. Manchmal wird ein ganzes Geschäftsmodell über den Haufen geworfen, manchmal nur Teile davon. Hilti machte den Schritt vom Maschinen-Verkäufer zum Hilti-Flottenmanagement, das Maschinen nur noch vermietet und eine Verwaltung des Maschinenparks ermöglicht.
Vorteile dieser Strategie: sie liegt auch in der Reichweite kleiner Unternehmen, wenn genügend Kreativität im Spiel ist. Und es gibt die entsprechenden Werkzeuge um Geschäftsmodelle zu analysieren und umzugestalten. Nachteil: Der Umbau eingeführter Geschäftsmodelle ist oft mühsam, weil bekannte Geschäftsprozesse komplett umgestellt werden müssen.
Eigene Kompetenzen
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, ausgehend von den eigenen Kompetenzen, Erfahrungen und Fähigkeiten individuelle Geschäftsideen zu entwickeln. Die Japaner haben dafür die Ikigai-Methode erfunden:
Wichtig ist, nicht nur das zu tun, was du liebst und kannst, sondern auch das was gebraucht und bezahlt wird. Nicht alles, was du gut kannst, wird auch geschätzt und gut bezahlt. Gerade soziale Berufe können davon ein Lied singen.
Die Vorteile dieser Methode: Nirgendwo ist dein Angebot so nah dran an deinen eigenen Fähigkeiten wie hier. Das Potenzial für wirkliche Alleinstellungsmerkmale ist hoch. Nachteile: Nicht immer gibt es einen Markt, für das, was du gut kannst.
Wo bekommst du Hilfe und Anregungen?
Hilfe und Anregung bekommst du bei den Netzwerkpartnern von MK start: https://mk-start.de.
Oder du schaust einmal auf der Gründerplattform vorbei, auf der es nicht nur weitere Infos zum Thema Geschäftsidee gibt, sondern wo viele Gründungsideen anhand konkreter Beispiele besprochen werden: https://gruenderplattform.de/geschäftsidee